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In Aktion - "In Balance" im Internetfernsehen

Im Dezember letzten Jahres bekam ich von "Lost in Deutschland" eine Einladung, als Ernährungsfachfrau für die gleichnamige Sendung etwas zum Thema "Grünkohl" beizutragen, worüber ich mich sehr gefreut habe! An dieser Stelle noch einmal ein Dankeschön an Herrn Melican und seinen Kameramann für den Spaß beim Essen und Drehen!

Wenn Sie sich den Film anschauen möchten finden Sie ihn auf

www.lostindeutschland.de

nach ein wenig scrollen etwa auf der Mitte der Seite.

Die Kampagne "5 am Tag"

Vielleicht ist sie Ihnen schon einmal beim Einkauf von Tiefkühlgemüse als Logo oder im Internet begegnet - die Aktion "5 am Tag". Wieder eine neue Werbestrategie einer cleveren Firma? Diesmal nicht!

Da die Kampagne tatsächlich einen großen Nutzen hat, möchte ich sie Ihnen heute genauer vorstellen.

Was ist das Ziel der Aktion?

Ziel der Kampagne ist es, die Menschen dazu zu bewegen, die tägliche Menge an verzehrtem Obst und Gemüse zu steigern.

Warum?

Trotz (oder wegen? des riesigen Lebensmittelangebotes, welches uns heute zur Verfügung steht, scheint es zeitweise, als hätten wir den Sinn dafür verloren, richtig auszuwählen, was unser Körper und unsere Seele zu ihrem Wohlbefinden benötigen. Immer mehr Menschen leiden an Krankheiten, die durch eine falsche Ernährung (mit-)verursacht werden: Bluthochdruck, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs, Gicht.

Doch was verloren wurde, läßt sich wiederfinden, und dabei kann die 5-am-Tag-Kampagne eine gute Hilfe sein!

Es ist wissenschaftlich längst unbestritten, daß ein regelmäßiger Verzehr von Obst und Gemüse einen guten Schutzfaktor vor den oben genannten Erkrankungen ist und dem Organismus hilft, gesund und fit zu bleiben.

Mehr zur praktischen Umsetzung erfahren Sie weiter unten im Text.

Wer steckt hinter der Aktion?

Die deutsche Kampagne ist ein eingetragener Verein. Zu den Mitgliedern und Partnern gehören beispielsweise

und zahlreiche weitere Partner.

Die Kampagne wird seit dem Jahr 2002 von der Europäischen Union finanziell unterstützt. Die wissenschaftlichen Aussagen werden regelmäßig von einem Expertengremium überprüft.

Dachorganisation ist die internationale IFAVA (International Fruit and Vegetable Alliance).

Wie kann Obst und Gemüse die Gesundheit schützen?

Die Schutzwirkung von Obst und Gemüse ist vielfältig. Eine Rolle spielen dabei insbesondere

Vitamine - die kennen wir gut! Jeder weiß, wie wichtig Vitamin C für den Erkältungsvorsorge ist oder daß Vitamin A in gewissem Maße vor Sonnenschäden schützt.

Doch wir sind weit davon entfernt, mit allen Vitaminen gut versorgt zu sein! An einigen herrscht sogar ein weitverbreiteter Mangel, z.B. an Folsäure, was nicht nur für werdende Mütter zum ernsten Problem werden kann! Ich werde im nächsten Newsletter noch ausführlicher auf dieses Thema eingehen.

Wozu brauchen wir denn eigentlich diese Vitamine und Mineralstoffe genau?

Jedes Vitamin bzw. jede Vitamingruppe hat ihre speziellen Aufgaben. Hier im Detail die Funktionen aufzulisten, würde den Rahmen sprengen, doch allgemein läßt sich sagen:

In vielen Fällen arbeiten Vitamine als Helfer von Enzymen. Enzyme sind Eiweißstoffe, die für die Steuerung von unzähligen Stoffwechselvorgängen unentbehrlich sind. Sie sind quasi die "Zündkerzen" des Stoffwechsels - sie sorgen dafür, daß z.B. das Frühstücksbrötchen in seine Bestandteile aufgespalten werden kann und die Energie dem Körper dann in seiner eigenen Speicherform, dem Glykogen, zur Verfügung steht. Ohne Enzyme würde die Verdauung eines Mittagessens (theoretisch natürlich) Jahre dauern!

Andere Vitamine haben eine hormonähnlich Wirkung, z.B. das Vitamin D.

Wieder andere Vitamine wirken mit bei der Blutbildung (Vitamin B12 und Folsäure) oder schützen die aufgenommenen ungesättigten Fettsäuren vor der Oxidation, dem "Ranzigwerden".

Ganz ähnlich sieht es mit den Mineralstoffen aus. Auch ohne sie würden wir nicht überleben. Sie wirken mit bei der Regulation unseres Wasserhaushaltes, schützen vor Übersäuerung, sind Bausteine für das Blut und für Hormone, sorgen für eine funktionierende Herz- und Muskelarbeit und auch sie wirken z.T. als Co-Enzyme, also als Enzymhelfer.

Soviel zu den Vitaminen und Mineralstoffen.

Doch was in Himmels Namen sind sekundäre Pflanzenstoffe?!

Sekundäre Pflanzenstoffe schützen die Pflanze als Duft- und Farbstoffe vor Schädlingen oder Infektionen, helfen bei der Reifung usw.

Bisher sind über 30.000 solcher Schutzstoffe gefunden worden, die Wirkungen sind bisher nur z.T. erforscht.

Sie sind - nach heutigem Kenntnisstand - für den Menschen nicht lebensnotwendig, haben aber offenbar äußerst positive Wirkungen auf den menschlichen Körper. Man vermutet

Selbstverständlich dürfen wir hier keine "Wunder" erwarten und genau wie bei Vitaminen und Mineralstoffen gilt auch hier: "Viel hilft nicht viel"!Im Gegenteil: Bei isolierten und übermäßiger Aufnahme durch Präparate können sich die positiven Wirkungen ins Gegenteil verkehren! Eine ausreichende Aufnahme läßt sich durch eine gesunde und vielfältige Ernährung problemlos erreichen!

5 am Tag in der täglichen Praxis

Müssen wir nun täglich in unsere Nährwerttabelle schauen, um zu überprüfen, ob die Versorung mit Vitalstoffen auch gesichert ist? Nein! Genau hier möchte es uns die Kampagne leichter machen:

5 Portionen Obst und Gemüse am Tag reichen aus, um in den Genuß der oben beschriebenen Schutzwirkungen zu kommen. Dabei ist wiegen und messen überflüssig. Als Maßeinheit gilt

1 Portion = 1 Handvoll bzw. 1 Glas Obst- oder Gemüsesaft (250 ml).

Wer sich jetzt fragt, wie er denn wohl fünf Portionen herunterbringen soll, dem möchte ich mit einem kleinen Beispiel zeigen, wie einfach sich die Umsetzung in der Praxis darstellt:

Ein Beispieltag:

Frühstück:

Mittagessen:

Zwischenmahlzeit:

Abendessen:

Sie sehen - es ist schon fast schwierig, die geforderten 5 Portionen mit ein bißchen gutem Willen nicht zusammenzubekommen! ;-)) Kombinieren Sie dabei Obst- und Gemüsesorten in vielen verschiedenen Farben, denn jede Farbe hat ihre speziellen Schutzwirkungen.

Probieren Sie es doch einfach mal aus! Hilfreich ist eine kleine Checkliste, die Sie sich an den Kühlschrank hängen - jedes Kreuzchen oder Häkchen ist ein Erfolg und motiviert sie weiter und Sie werden sehen, daß es sogar Spaß macht, immer wieder neue Ideen und Varianten für die fünf Poritonen zu entwickeln!


Innere Wärme durch die richtige Ernährung - Harmonie von Ying und Yang

Eine der wesentlichsten Grundideen der chinesischen Philosophie ist das Prinzip Yin und Yang. Damit der Mensch glücklich ist, gesund und harmonisch leben kann, müssen sich Yin und Yang im Gleichgewicht befinden. Die ursprüngliche Bedeutung von Yang lautet: "Banner, die in der Sonne wehen"; Yin heißt "wolkig, bedeckt". Diese Polarität findet sich in allen Lebensbereichen, jede bekannte Eigenschaft besitzt ihren Gegenpol: oben - unten, kalt - heiß.

Auch der menschliche Körper ist ständig bestrebt, ein Gleichgewicht in seiner Temperatur, der Zusammensetzung der Körperflüssigkeiten oder des Blutdrucks zu halten oder wiederzuerlangen. In der Fachsprache wird dieser Gleichgewichtszustand "Homöostase" genannt.

Jetzt im Winter bieten sich viele Möglichkeiten, den Körper in seinem Bedürfnis nach Wärme und Erhaltung der Körpertemperatur zu unterstützen. Dies kann zum einen - durchaus sinnvoll - durch passive Wärmezufuhr geschehen: Wärmflasche, Pullover und Fußbad helfen uns, wenn wir durchgefroren nach einem langen Spaziergang nach Hause kommen.

Effektiver ist es jedoch langfristig, die Fähigkeit des Körpers zu trainieren, sich rascher an Temperaturwechsel anzupassen. Sauna, Kneipp-Güsse, Spaziergänge in knackig kalter Luft bieten ein gutes Training für den Organismus und stärkt die Abwehr. Wiederholte wohldosierte Kältereize "üben", die Waage schneller wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Ying und Yang in der Ernährung

Auch durch die Ernährung kann der Körper in seinem Wärmebedürfnis unterstützt oder - im ungünstigen Fall - eher gestört werden. Während wir im Westen Nahrungsmittel eher nach ihrem Gehalt an Kalorien, Fett und Nährstoffen beurteilen, bewertet die chinesische Medizin die Lebensmittel eher nach energetischen Prinzipien. Nach der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) werden Nahrungsmittel in wärmende, neutrale und kühlende Speisen eingeteilt. Die Eigenschaft "Yang" entspricht dabei der Wärme, die Eigenschaft "Ying" der Kälte. Im Winter ist es also sinnvoller, Yang-betonter zu essen. Selbstverständlich spielt es auch eine Rolle, ob der individuelle Mensch selbst eher yang- oder ying-betont ist, zweiterer wird mehr wärmende Nahrungsmittel benötiger als ersterer.

Isst man also vorwiegend nur energetisch kalte Nahrungsmittel, kann dies zu einer sogenannten Yang-Schwäche führen. Die Folge sind zum Beispiel kalte Füße, Kälteempfindlichkeit, Müdigkeit, Blässe, Infektanfälligkeit, Durchfall etc. Ein Ausgleich über "warme" Nahrungsmittel können das Yang (die Wärmeenergie) im Körper wieder stärken und anregen. Sie sehen - auch hier findet das Prinzip des Ausgleichs Anwendung.

Was sind wärmende bzw. kühlende Lebensmittel?

Kühlende Nahrungsmittel

Dazu gehören zum ersten viele (rohe) Obst- und Gemüsesorten, die in klimatisch heißen Regionen wachsen - und als Nahrung für die dort lebenden Menschen und Tiere gut geeignet sind, weil sie den Körper kühlen.

Hier wird eine Schwierigkeit der "modernen Ernährungslehre" und Medizin deutlich: Die isolierte Betrachtungsweise, der die Ganzheitlichkeit verloren gegangen ist, muß oft die falschen Schlußfolgerungen ziehen. Vitamin C schützt gegen Infektionen - Orangen enthalten Vitamin C - also sind Orangen im Winter ein guter Infektionsschutz. Andere Wirkungen - in diesem Fall eben die energetisch kühlende - werden außen vor gelassen. Vitamin C allein wird ohne das komplexe Zusammenspiel mit anderen schützenden Faktoren niemals eine immunschützende Wirkung haben. Hier ist es sinnvoll, zu einer ganzheitlicheren Betrachtung zurückzufinden.

Weitere kühlende Nahrungsmittel sind Gurken und Joghurt. So gesund Rohkost in unseren Augen auch ist, die chinesische Ernährungslehre besagt, dass durch Rohkost kein Blut und kein Qi (Lebensenergie) aufgebaut werden kann. Durchaus logisch - für die Verdauung von Rohkost braucht der Körper viel Energie, die dem Körper besonders im Winter dann für andere Aufgaben fehlt. Durch kochen, dünsten, braten oder backen und durch wärmende Gewürze wird als kalt eingestuftes Gemüse allerdings nach der Lehre "neutral" oder sogar "warm". Zwar kühlen rohe Tomaten beispielsweise den Verdauungstrakt aus, aber in einem Auflauf im Backofen, werden sie neutral und kühlen nicht mehr. Weitere kühlende Lebensmittel sind Salat, Pfefferminztee und grüner Tee.

Wärmende Nahrungsmittel

Zu den wärmenden Nahrungsmitteln gehören zunächst einmal Gewürze, die ja im Westen auch traditionell in der Winterzeit verwendet werden - kein Zufall! Hierzu gehören Zimt, Nelken, Pfeffer, Muskat, Cayenne und Chilischoten. Hervorzuheben ist hier besonders der Ingwer - eine äußerst wärmende Knolle, die z.B. ohne viel Aufwand klein geschnitten und mit heißem Wasser übergossen einen schmackhaften Tee ergibt oder auch anderen Tee aromatisieren kann.

Neutrale Lebensmittel

Zu den neutralen Lebensmittel zählen Karotten, Hülsenfrüchte, alle Kohlsorten, Kartoffeln, Nüsse, Kalb- und Rindfleisch, Eier, Butter, Milch, Weintrauben - sie bauen nach der Chinesischen Ernährungslehre das Qi (Lebensenergie) auf und wirken ausgleichend auf alle Organe.

Doch auch bei der Ernährung nach diesem Prinzip gilt, was schon Paracelsus erkannte: "Die Dosis macht das Gift." Dem Körper ausschließlich Wärmendes zuzuführen wäre selbst im Winter nicht sinnvoll, denn Austrocknung wäre die Folge. Verzehren Sie also am besten Nahrungsmittel aus der Ying- und Yang-Kategorie, im Winter mit einem Schwerpunkt auf Yang, im Sommer umgekehrt.

Selbstverständlich umfaßt die TCM noch viele weitere Punkte, wessen Interesse geweckt wurde, der findet am Ende des Textes noch einige Literaturhinweise.

Hier noch einmal eine Übersicht

Kühl (Ying) Kiwi, Orange, Ananas, Wassermelone, Gurke, Tomate, Schwarztee, Wasser). Weniger yinhaltige Nahrungsmittel haben eine erfrischende thermische Wirkung (Apfel, Birne, Avocado, Paprika, Blumenkohl, Bananen, Sauermilchprodukte, Dinkel, Reis, Gerste). Erfrischende Getränke sind Apfelsaft, Pfefferminz-, Kamillen- und Früchtetee.

Warm (Yang) Süßkirsche, Aprikose, Trockenobst, Nüsse, Kürbis, Fenchel, Lauch, Knoblauch, Meerrettich, Gewürze, Hafer, Grünkern, Fleisch und Fisch. Als Getränke wirken erwärmend: Anis-, Fenchel-, Yogi- und Mu-Err-Tee.

Neutral Alle Kohlsorten, Karotten, grüne Bohnen, Hülsenfrüchte, Hirse und Mais.

Eine ausführliche Liste mit der Zuordnung der Nahrungsmittel zu Ying oder Yang finden Sie auf dieser Seite:
http://www.tcm-austria.com/content/view/31/52

Tipps zur wärmenden Ernährung im Winter


Kölnische Rundschau vom 28.11.08

Essen gegen den Winterblues

Leipzig - Wer an einem jahreszeitlich bedingten Stimmungstief leidet, kann mit mineralstoffhaltiger Nahrung dagegen angehen. Rote Beete, Nüsse oder Rosenkohl zum Beispiel enthalten viele Mineralstoffe und machen leistungs- und konzentrationsfähig.

Dies erläutert die Beratungsstelle Leipzig der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD). Magnesiumhaltiges Essen wiederum beugt Stress vor und sorgt für mehr Ausgeglichenheit - Milch- und Vollkornprodukte sowie Bananen und Geflügel sind hier Mittel der Wahl gegen die depressive Stimmung.

Was im Allgemeinen als Herbst- oder Winterdepression bekannt ist, nennen Fachleute saisonale depressive Störung. Laut UPD klagt jeder vierte Deutsche ab November regelmäßig über typische Beschwerden wie Stimmungstiefs, Antriebslosigkeit und vermehrten Schlafbedarf. Im Frühjahr sind diese Anzeichen dann wie weggeblasen. (dpa/tmn)


Vorfahrt für die Ampel

Der Verbraucherzentrale-Bundesverband fordert Bundesverbraucherminister Seehofer und die CDU/CSU-Bundestagsfraktion auf, den Fraktionen von SPD, Grünen und Linke zu folgen und ihren Kurs bei der Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln zu ändern. "Priorität bei der Nährwertkennzeichnung muss die Verständlichkeit haben. Wir brauchen eine Kennzeichnung, die für die Verbraucher auch ohne Hochschulabschluss und ohne Taschenrechner zu verstehen ist", so Fachbereichsleiter Dr. Stefan Etgeton anlässlich der heutigen Bundestagsdebatte zur Nährwertkennzeichnung.

"Wenn die Bundesregierung es mit ihrem Kampf gegen Übergewicht ernst meint, muss sie sich für eine klare, für Verbraucher auf den ersten Blick verständliche Kennzeichnung der Dickmacher und Zuckerbomben einsetzen."

Eine Absage erteilte der vzbv den von Verbraucherminister Seehofer und der EU-Kommission vorgelegten Modellen, die eine portionsbezogene Angabe des Anteils an der Tageszufuhr vorsehen. Durch die Angabe von Miniportionen und die Annahme einer zu hohen Tageszufuhr werde der reale Zucker-, Fett- und Salzgehalt eines Produktes relativiert. "Hier sind die Verbraucher überfordert", so Etgeton. "Wie sollen die Verbraucher wissen, ob ein Müsli mit 10 Prozent der durchschnittlichen Tageszufuhr Zucker zu süß für ihr Kind ist?" Die Interpretation der Prozentangaben ist zudem abhängig davon, ob das Produkt von einem Mann, einer Frau oder einem Kind gegessen wird. Eine Ampelkennzeichnung mit den Farben rot, gelb, grün hingegen signalisiert jedem auf den ersten Blick, ob ein Produkt viel, mittel oder wenig Fett, Zucker oder Salz enthält.

Kinder und Jugendliche brauchen Orientierung auf einen Blick Die Erfahrungen aus Großbritannien zeigen, dass die dort bereits praktizierte Ampel-Kennzeichnung bei den Verbrauchern gut ankommt und von ihnen verstanden wird. "Warum machen wir uns die positiven Erfahrungen aus Großbritannien nicht zueigen? Dies ist keine Bevormundung, sondern eine dringend notwendige Einkaufshilfe", so Etgeton. Angesichts drängender Gesundheitsprobleme durch Krankheiten wie Übergewicht und Diabetes sei es notwendig, dass Verbraucher sich für eine gesunde Ernährung entscheiden können. Die jüngst von der Bundesregierung vorgestellte nationale Verzehrstudie zeigt ferner den Zusammenhang zwischen Bildungsstatus und Ernährungsverhalten. "Gerade die Zielgruppen, die wir in der Prävention ansprechen müssen, zum Beispiel sozial Benachteiligte, Kinder und Jugendliche sind durch komplizierte Nährwerttabellen nicht zu erreichen", sagte Etgeton. Bei zusammengesetzten und verarbeiteten Produkten ist daher eine leicht verständliche Nährwertkennzeichnung unbedingt notwendig. Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert die Bundesregierung auf, die Europäische Union bei der Einführung einer verpflichtenden Nährwertkennzeichnung zu unterstützen. Gleichzeitig sollte sie die EU jedoch von dem Kurs abbringen, bei der vereinfachten Nährwertkennzeichnung auf die Prozentangaben an der Tageszufuhr zu setzen.

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat eine Liste veröffentlicht, auf der zur Anschauung Produkte bereits mit einer Ampel-Bewertung versehen sind. Der gesamte Test mit Fotos der Miniportionen und Ampelbewertung durch die Verbraucherzentrale ist im Internet unter www.vzhh.de veröffentlicht - Pressemitteilung "Industrie schummelt Lebensmittel gesund - Verbraucherzentrale fordert Ampelkennzeichnung"


Mein Buchtipp:

Ingeborg Münzing-Ruef:

Kursbuch gesunde Ernährung Kursbuch gesunde Ernährung.

Die Küche als Apotheke der Natur.

Die Ernährungsexpertin Ingeborg Münzing-Ruef zeigt in anschaulicher und unterhaltsamer Schreibweise, wie unsere täglichen Lebensmittel unsere Gesundheit erhalten und uns bei der Genesung vieler Erkrankungen unterstützen können. Jedes Lebensmittel ist mit einem einführenden Text, einer kurzen Geschichte, den Inhaltsstoffen und der Wirkung auf den Körper ausführlich beschrieben. In der gebundenen Ausgabe ist jeder Artikel mit einem Foto versehen. Zum Buch gehören außerdem eine einführende Beschreibung gesunder Ernährung mit ausführlichen Beschreibungen von Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, sekundären Pflanzenstoffen, außerdem Tipps zur Ernährung für einen guten Schlaf, ein fittes Gehirn etc. Rezepttipps, Tipps zu Einkauf und Lagerung runden das Buch ab.

Es ist in zwei Ausgaben erschienen: Einer gebundenen Fassung, die jedoch zeitweise nicht mehr im Handel zu bekommen war, aber gebraucht noch zu bekommen ist und einer Taschenbuchausgabe.

Das Taschenbuch ist erschienen im Heyne-Verlag, München 2000, es hat 608 Seiten und kostet 9,95 Euro.


Was-wir-essen vom 27.02.2008

Demenz: Folsäuremangel im Alter verdreifacht offenbar das Risiko

(aid) Wer im Alter an Folsäuremangel leidet, hat wahrscheinlich ein deutlich höheres Risiko für Demenz. Das lässt eine internationale Studie an knapp 520 Menschen über 65 Jahren vermuten. Der Begriff Demenz umfasst eine Reihe von Erkrankungen, die zu einem anhaltenden Abbau der geistigen Leistungsfähigkeiten führen. Die Forscher bestimmten zu Beginn und nach Ablauf von zwei Jahren den Folsäure-, Vitamin-B12- und Homocystein-Spiegel im Blut der Probanden. Mithilfe von klinischen Tests wurde in 45 Fällen eine Demenz, darunter 34 Alzheimererkrankungen, diagnostiziert. Die Auswertung der Daten zeigte, dass ein Folsäuremangel das Demenzrisiko mehr als verdreifachte. Das Auftreten der Erkrankung war umso wahrscheinlicher, wenn sich die Versorgung mit diesem Vitamin innerhalb der zwei Jahre verschlechtert hatte. Auch eine geringere Zunahme der Vitamin-B12- und eine höhere Homocystein-Blutkonzentration über diesen Zeitraum schienen das Demenzrisiko zu erhöhen. Weitere Studien sind jedoch notwendig, um die Ergebnisse zu sichern. Vermutlich steht der Folsäuremangel mit weiteren typischen Vorboten für Demenz wie Gewichtsverlust und niedrigem Blutdruck in Zusammenhang. Quelle: Journal of Neurology, Neurosurgery and Psychiatry, Online-Vorabveröffentlichung vom 5. Februar 2008

Rundschau Online vom 24.02.2008

Im Frühling schmelzen Fettpölsterchen viel leichter

Die wärmere Jahreszeit kurbelt den Stoffwechsel an: ideal fürs Abnehmen. Im Frühling lassen sich Fettpolster viel schneller... None Bilderbox ... abschmelzen als zu jeder anderen Jahreszeit. In den nasskalten Monaten hält der Organismus seinen Depotspeck hartnäckig fest, deshalb wird man im Winter schneller dick. Im Sommer wiederum ist der Stoffwechsel eher gedrosselt, die Körperzellen fordern zwangsläufig weniger Fettmoleküle zum Verbrennen an. Wenn aber in diesen Tagen die Sonne höher und höher klettert, befindet sich die gesamte Natur im ungestümen Aufbruch. Tiere, Pflanzen und auch wir Menschen regenerieren und verjüngen Zellen und Gewebe. Dafür wird viel Energie benötigt, und die frisst der Stoffwechsel aus den Fettzellen an Bauch, Hüften, Po und Oberschenkeln. Natürliche Schlankmacher Jetzt also die Gelegenheit am Schopf packen, um so schnell wie möglich fit und schlank zu werden: mit Eiweiß und Vitamin C, den tüchtigen Schlankmachern der Natur. Proteinhormone wie Adrenalin, Wachstumshormon, Serotonin oder Schilddrüsenhormone öffnen Fettzellen und befreien die darin gespeicherten Triglyzeride. Die werden dann im Blut abtransportiert und in den Zellen zu Energie verbrannt. Je mehr dieser Hormone wir synthetisieren, desto erfreulicher läuft das Fatburning, mit bis zu einem Kilo Fett weniger pro Woche. Dafür benötigt der Organismus aber Aminosäuren, dies sind die kleinsten Eiweißbausteine, und entsprechend auch der Rohstoff für alle Fett freisetzenden Hormone. Obst und Gemüse aus dem Biogeschäft Pflanzliches Eiweiß (in Gemüse, Vollkornprodukten, Naturreis) wird schneller verdaut und zu Fett fressenden Hormonen umgebaut als Proteine im Fleisch. Ebenfalls ideal: Fisch mit seinem Reichtum an Omega-Fettsäuren, die die Durchblutung und damit den Fettabbau aktivieren. Doch ohne Vitamin C in Obst und Gemüse geht gar nichts. Lebensmittel am besten aus dem Bioangebot von Supermarkt oder Naturkostladen kaufen. Sie sind doppelt so reich an Fett schmelzenden Inhaltsstoffen mit hohem Fatburning-Index. Lesen Sie mehr über die erstaunlichen Möglichkeiten raschen Abnehmens in meinem neuen Buch "Biologisch abnehmen". Erhältlich bei Ihrem Buchhändler.

Preis: € 10,30 Euro.

09:28 24.02.08


Stern vom 11.02.2008

Warum Süßstoff dick machen kann

Sie enthalten kaum Kalorien, trotzdem fördern sie möglicherweise Übergewicht: Die Verwendung von Süßstoffen wird schon länger kontrovers diskutiert. Nun zeigt eine neue Studie, wie die künstliche Süße die Verdauung beeinflusst.

Wer mit Süßstoffen versetzte Getränke konsumiert, tut dies meist um Kalorien zu sparen - also um kein Gewicht zuzulegen. Doch es gibt immer mehr Belege dafür, dass die kalorienfreien Getränke eher zu Übergewicht führen, als helfen es zu vermeiden. Eine aktuelle Laborstudie an Ratten zeigt jetzt, wie der Süßstoff Saccharin das Fressverhalten der Tiere beeinflusst. Über ihr Experiment berichten schließen Susan Swithers und Terry Davidson von der Purdue-Universität in West Lafayette im Fachmagazin "Behavioral Neuroscience".

Swithers und Davidson fütterten für die Studie Ratten mit Joghurt, der entweder mit normalem Zucker oder mit kalorienlosem Saccharin gesüßt war. Ratten, denen der Süßstoff vorgesetzt worden war, fraßen später größere Mengen kalorienreicher Nahrung und nahmen in der Folgezeit mehr Gewicht zu als die anderen Ratten. Die Forscher erklären sich ihre Ergebnisse folgendermaßen: Gibt es keine Verbindung zwischen Süße und Kalorien mehr, fährt der Körper bei weiteren süßen Mahlzeiten die Verdauung nicht mehr auf das normale Level hoch. Die Verwertung der Nährstoffe wird schlechter und der Körper verlangt mehr süße Produkte als zuvor. Dies bleibt auch dann noch der Fall, wenn die Süße wieder durch kalorienreiche Kost hervorgerufen wird.

Veränderte Temperatur Untermauern konnten die Wissenschaftler ihre Erklärung durch Messungen der Kerntemperatur der Ratten. Diese steigt, wenn der Verdauungsapparat aktiviert wird: Je höher die Temperatur, desto aktiver ist die Verdauung. Swithers und Davidson maßen bei den mit Süßstoff gefütterten Tieren eine deutlich geringere Kerntemperatur als bei den Vergleichsratten. Dies belege, so die Forscher, dass die Verdauung nach der Aufnahme von Süßstoff weniger effizient arbeite als vorher.

Die Forscher betonen, dass weitere Untersuchungen notwendig sind und Versuche, die an Ratten durchgeführt wurden, nur sehr bedingt auf den Menschen übertragbar sind. Allerdings zeigen Studien aus den USA, dass seit Einführung von Diät-Erfrischungsgetränken die Zahl der Fettleibigen deutlich gestiegen ist . Andere Forscher haben außerdem einen Zusammenhang zwischen vermehrtem Genuss von Diätgetränken und höherem Risiko für Fettablagerungen in der Bauchhöhle, Bluthochdruck und Insulinresistenz beobachtet.
Saccharin ist laut der Futtermittelverordnung als "Aroma- und appetitanregender Stoff" bei der Aufzucht von Ferkeln zugelassen. Swithers und Davidson haben zwar nur die Wirkung von Saccharin untersucht, sie gehen aber davon auss, dass andere kalorienarme Süßstoffe, wie zum Beispiel Aspartam, die Verdauung in ähnlicher Weise beeinflussen.

ddp/bub


Was wir essen vom 31.01.2008

Herzinfarkt: Mit reichlich Obst und Gemüse vorbeugen

(aid) – Wer täglich mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse isst, kann das Risiko für einen Herzinfarkt deutlich senken. Auch der regelmäßige Verzehr von Vollkornprodukten, Fisch und Hülsenfrüchten sowie mäßiger Alkoholkonsum wirken sich vermutlich positiv aus. Für die schwedische Studie wurden knapp 25.000 Frauen für einen Zeitraum von sechs Jahren begleitet. Die Probandinnen im Alter von 48 bis 83 Jahren beantworteten Fragen zu ihren Ernährungs- und Lebensgewohnheiten und nahmen regelmäßig an medizinischen Untersuchungen teil. Bis zum Studienende wurde in 308 Fällen ein Herzinfarkt diagnostiziert. Das Resultat war eindeutig. Allein durch eine gesunde Kost ließ sich die Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt um mehr als die Hälfte senken: durchschnittlich sechs Portionen Obst und Gemüse und mindestens drei Portionen Vollkornprodukte pro Tag, Hülsenfrüchte, zwei- bis dreimal in der Woche Fisch und höchstens ein halbes Glas Wein täglich. Frauen, die nicht rauchten, körperlich aktiv und nicht übergewichtig waren, konnten das Erkrankungsrisiko zusätzlich verringern.

Quelle: Archives of Internal Medicine, Bd. 167, Nr. 19, S. 2122, 2007


Deutsches Ärzteblatt vom 21.01.2008

Kaffee erhöht Fehlgeburtsrisiko

Oakland –&xnbsp;Zu viel Kaffee (oder andere koffeinhaltige Getränke) können eine Fehlgeburt auslösen, warnen US-Epidemiologen im Journal of Obstetrics and Gynecology (Online). Nach ihrer Studie verdoppelt sich das Risiko bereits bei zwei Bechern aufgebrühtem Kaffee pro Tag.

Für seine Untersuchung hat De-Kun Li von der Kaiser Permanente Krankenkasse in Oakland/Kalifornien 1.063 Schwangere befragt, deren Kaffeekonsum sich während der Schwangerschaft nicht verändert hat. Auf diese Weise wurde, wie es heißt, erstmals in einer Studie zu dieser Frage, ein störender Effekt der häufigen Übelkeit in der Frühschwangerschaft ausgeschlossen, der vielen Betroffenen den Appetit auf Kaffee nimmt.

172 Frauen oder 16 Prozent hatten eine Fehlgeburt erlitten, eine durchaus übliche Rate, wenn man den Autoren glauben darf. Unter den Frauen, die mehr als 200 mg Koffein pro Tag zu sich genommen hatten, lag die Fehlgeburtrate bei 24,5 Prozent. Bei Frauen, die keine koffeinhaltigen Getränke zu sich nahmen, waren es nur 12,5 Prozent. Auch nach Berücksichtigung anderer Risikofaktoren etwa Rauchen blieb noch eine Verdopplung des Risikos bestehen. Selbst für Schwangere, die weniger als 200 mg Koffein zu sich nahmen, war das Risiko einer Fehlgeburt noch um 40 Prozent erhöht.

Wie viel Koffein in einer Tasse Kaffee enthalten ist, hängt nach Auskunft der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) von der Röstung sowie von Art und Mischung der verwendeten Kaffeesorten ab, von der Partikelgröße des Kaffeepulvers, von der Brühmethode und der Brühdauer und natürlich auch von der “Dosis” ab. Eine Tasse dürfte durchschnittlich 785 mg, ein Becher etwa 100 mg Koffein enthalten.

Da Koffein die Plazenta frei passieren kann, dürfte der Fetus die gleiche Koffeinkonzentration im Blut haben wie seine Mutter. Sie könnte im Verlauf der Schwangerschaft ansteigen, da sich der Koffeinabbau (durch die Mutter) während der Schwangerschaft verlangsamt. Der Fetus selbst verfügt erst über wenige Koffein abbauende Enzyme.

Die Befürchtungen, dass Koffein den Fetus schädigen kann, sind deshalb nicht neu. In der Literatur finden sich nach der Recherche der DGE zahlreiche Publikationen zu Fehlbildungen, Wachstumsretardierung, niedrigem Geburtsgewicht oder spontanen Fehlgeburten. Nicht alle Studien kommen allerdings zu dem Ergebnis, dass Koffein schädlich ist. Die britische Food Standard Agency rät schwangeren Frauen vorsichtshalber, die Koffeinaufnahme auf 300 mg pro Tag zu begrenzen. © rme/aerzteblatt.de

Links zum Thema

Deutsche Gesellschaft für Ernährung zu Kaffee bzw. Koffein und Schwangerschaftsrisiken


Infos für Ärzte vom 22.01.2008 / JournalMed.de

Diabetiker profitieren von Bewegung

Nichts beeinflusst die gesundheitliche Situation von Diabetikern so positiv wie körperliche Aktivität. Neue Studien aus Finnland und den USA zeigen, dass Veränderungen im Lebensstil nachweisbar positiv wirken. Das gilt nicht nur für Diabetiker, sondern auch für Menschen mit einem hohen Risiko, an Diabetes zu erkranken, so Dr. Ursula Marschall, Leiterin des Kompetenzzentrums Gesundheit der Barmer.

Mit Gewichtsreduktion, Ernährungsberatung und täglich mindestens einer halben Stunde körperlicher Aktivität – so habe die finnische Studie mit 500 Übergewichtigen gezeigt – war die Zahl der Diabetes-Neuerkrankungen nur halb so hoch wie bei einer Vergleichsgruppe

Zu ähnlichen Ergebnissen kamen die Forscher in den USA, die über 3000 Patienten untersucht hatten. Wer sich körperlich bewegt, spürt schnell Forschritte, versichert Marschall. Allerdings müsse man seinen Lebensstil auf Dauer verändern, um nachhaltige Vorteile für die eigene Gesundheit zu erzielen. Wer sich ausreichend bewegt, könne in vielen Fällen auf Arzneimittel verzichten, mit denen sonst der bei Diabetikern gestörte Blutzuckerstoffwechsel behandelt werden muss.

Durch die Bewegung verringerten sich Gewicht, Bauchumfang und der HbA1C-Wert, das so genannte Blutzuckergedächtnis. Zugleich sinke das Risiko für eine koronare Herzkrankheit und damit für Herzinfarkt und Schlaganfall. Wie man sich bewegt, richtet sich ganz nach dem eigenen Geschmack: Tanzen, Wandern, Fahrrad fahren, Schwimmen, Spaziergänge, verschiedene Ballsportarten, Fahrradergometer, Nordic Walking oder Dauerläufe – sie alle wirken sich positiv aus. Um sich zu bewegen, brauche man keine teure Ausrüstung, zudem lasse sich Bewegung gut in den Alltag einbauen. Wer lange sportlich inaktiv war, dem rät die Medizinerin, vor dem Start in ein sportlicheres Leben mit dem Hausarzt über die sportlichen Pläne zu sprechen.

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